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TUMO - Digitales Lernzentrum für Jugendliche eröffnet

14.04.2026 | 18:58 Uhr | Bildung
TUMO - Digitales Lernzentrum für Jugendliche eröffnet

In Frankfurt hat ein neues Lernzentrum für digitale Bildung den Betrieb aufgenommen. Im Nordwestzentrum eröffneten Oberbürgermeister Mike Josef und Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus gemeinsam mit weiteren Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Bildung das Projekt TUMO. Der Lehrbetrieb soll Ende Mai beginnen.

Das Zentrum richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren und bietet auf rund 2000 Quadratmetern ein kostenfreies Programm zur Förderung digitaler und kreativer Kompetenzen. Zur Auswahl stehen unter anderem Kurse in Programmierung, Robotik, Grafikdesign, Film- und Musikproduktion sowie Spieleentwicklung. Insgesamt sollen bis zu 1000 Plätze zur Verfügung stehen.

Die Stadt misst dem Projekt große Bedeutung bei. Oberbürgermeister Josef sprach von einem Vorhaben mit Ausstrahlung über Frankfurt hinaus. Das Konzept setze darauf, dass Jugendliche eigenständig und praxisnah arbeiten, unterstützt von Fachleuten aus Unternehmen. Auf diese Weise könnten frühzeitig digitale Fähigkeiten entwickelt werden, die für den Arbeitsmarkt zunehmend gefragt seien.

Auch die Landesregierung sieht in dem Angebot einen wichtigen Baustein der Bildungsstrategie. Digitalministerin Sinemus betonte, dass der Zugang zu digitaler Bildung niedrigschwellig und für alle offen sein müsse. Das Zentrum solle dazu beitragen, junge Menschen für technische und naturwissenschaftliche Themen zu gewinnen.

Das Projekt wird von einem Förderverein getragen, der nach eigenen Angaben bislang 3,5 Millionen Euro für den Betrieb der ersten drei Jahre eingeworben hat. Neben privaten Spendern unterstützen auch das Land Hessen und die Stadt Frankfurt das Vorhaben.

TUMO geht auf ein Bildungsmodell aus Armenien zurück, wo 2011 das erste Zentrum eröffnet wurde. Inzwischen gibt es weltweit mehr als 20 Standorte. Frankfurt ist der siebte in Deutschland. Das Konzept kombiniert selbstgesteuertes Lernen mit Workshops und Projektarbeit und setzt auf eine eigens entwickelte Raumgestaltung, die international wiedererkennbar ist.

Mit dem Standort im Nordwestzentrum entsteht in Frankfurt ein weiterer außerschulischer Lernort, der Jugendlichen unabhängig von ihrer schulischen Laufbahn offensteht und ihnen neue Zugänge zur digitalen Welt eröffnen soll.

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