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U5-Verlängerung ins Europaviertel – Arbeiten an der zweiten Röhre haben begonnen

20.02.2021 | 19:20 Uhr | Stadtgeflüster
U5-Verlängerung ins Europaviertel – Arbeiten an der zweiten Röhre haben begonnen

Eines der baulichen Großprojekte der Stadt Frankfurt geht in eine weitere, entscheidende Phase. Die Rede ist von der Verlängerung der Strecke der U5 ins Europaviertel. Bereits vor einigen Wochen hat die riesige Tunnelbohrmaschine (TBM) EVA ihre Vortriebsarbeiten für die zweite Röhre aufgenommen. Das hat nun Verkehrsdezernent Klaus Oesterling mitgeteilt: „Wir freuen uns, dass nach einem zügigen Umbau der Tunnelbohrmaschine nun planmäßig der zweite Vortrieb gestartet ist.“ 

Die Nordröhre, die dadurch entsteht, wird annährend parallel zur bereits hergestellten Südröhre verlaufen. In den nächsten Monaten wird EVA nun auf der 840 Meter langen Strecke die bereits hergestellte Baugrubenumschließung der zukünftigen Station Güterplatz durchfahren und bohrt sich ihren Weg dann weiter zwischen Hohenstaufenstraße und Mainzer Landstraße bis wenige Meter vor die Dichtungskonstruktion am Bestandsbauwerk unter dem Platz der Republik. „Der maschinelle Vortrieb der zweiten Röhre dauert voraussichtlich bis Sommer 2021“, so der kaufmännische Geschäftsführer der Stadtbahn Europaviertel Projektbaugesellschaft, Florian Habersack. 

Unter dem Platz der Republik wird der Anschluss der Tunnelröhren an das Bestandsbauwerk bergmännisch mittels Bagger- und Stemmarbeiten hergestellt. Die bergmännischen Tunnelbauarbeiten sind notwendig, da die TBM nicht durch die bestehende Wand einschließlich noch vorhandener alter Hilfskonstruktionen aus den 1970er Jahren fahren kann. Deshalb ist aus Sicherheitsgründen ein händisches und maschinelles Auffahren der Reststrecke erforderlich. 

Ende September 2020 hatte EVA ihre Arbeit für den maschinellen Vortrieb der ersten Röhre beendet. In den folgenden Monaten wurden die einzelnen Maschinenkomponenten, die sogenannten Nachläufer, der Tunnelbohrmaschine in Teilen abgebaut, durch die fertige Röhre in die Startbaugrube zurückgezogen und für das Auffahren der zweiten Röhre wiederaufgebaut. 

„Dass eine solche Tunnelbohrmaschine beim Bau des Frankfurter U-Bahn-Netzes noch nie im Einsatz war, macht das Auffahren der beiden Röhren zum einen für alle Beteiligten zu einem faszinierenden Projekt. Zeitgleich sammeln wir Erfahrungen für zukünftige Tunnelbauprojekte in Frankfurt“, erklärt Michael Rüffer, der als VGF-Geschäftsführer die Bereiche Technik und Betrieb verantwortet, die Besonderheit der Großbaustelle. 

Die Inbetriebnahme der 2,7 Kilometer langen U-Bahn-Verlängerung der Linie U5 ist nach derzeitigem Stand im Laufe des Jahres 2025 geplant. Es gibt also noch eine ganze Menge zu tun, bevor die ersten Bahnen durch die Röhren fahren werden.

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