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März 2021
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Feldsalat mit Kresse-Sprossen

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Für 4 Personen: 400 g Feldsalat, 200 g mittelalter Gouda, 2 Tasse Kressesprossen, 4 EL Sonnenblumenkerne; Vinaigrette aus mildem Senf, Obstessig, Salz, Pfeffer und Sonnenblumenöl.

Feldsalat putzen, waschen und trocknen, den Gouda in kleine Würfel schneiden. Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne trocken rösten. Salat, Gouda und Kressesprossen miteinander mischen und die Vinaigrette unterheben. Mischen und mit den Sonnenblumenkernen bestreut servieren.

 

Sprossen, das hochwertigste Grünfutter für den menschlichen Verzehr

Als "süchtig nach Landwirtschaft" und "Fan der Gesamtschule" zugleich, so charakterisiert Wolfgang Keller sich selbst und offenbart damit ein seltenes Profil. In den 60er Jahren zog er die Aussiedlung des seit vier Generationen bestehenden elterlichen Hofes in Erwägung, unterließ es dann aber, um Lehrer für Deutsch, Biologie und Religion zu werden. Freilich ohne die Landwirtschaft an den Nagel zu hängen, zunächst finanzierte er sein Studium damit. Zum biologischen Landbau brachten ihn die beiden Töchter, denen organisch erzeugte Produkte einfach besser schmeckten; vom Spritzen hatte er seinerseits die Nase bereits voll. Vor zehn Jahren fragte dann ein Naturkost-Unternehmen bei Bioland nach ständig verfügbaren, größeren Mengen an biologisch erzeugten Keimsaaten, und Wolfgang Keller nahm sich der Sache an.

Nach Jahren der Experimente sät er heute, "was auch funktioniert", diese Devise gehört gleichfalls zum Konzept der organischen Landwirtschaft. So kommt mit diesen Spezialkulturen heute "so richtig Geld rein", und Keller konnte seine Lehrerstelle reduzieren.

Heute ist er der Sprossenpapst bei Bioland oder besser: der Keimsaatenpapst, denn die Kunden selbst lassen ja die Körner zu hause sprießen. Die schmecken nicht nur "nach was", sondern höchst vielseitig. Würzig-scharf die Sprossen der Gartenkresse; mild und nach feinem Öl die des Goldleins oder des Braunen Leins; eine frische und herzhafte Note zeichnet Radieschen- und Schnittlauch-Sprossen aus. Die Saaten kosten zwischen 2,40 und 9 Mark pro kg und sind auf Kellers Hof zu haben oder in Naturkostläden (Marke "Davert-Mühle"). Mit den Radieschen aber war es nichts im letzten Jahr, denn die Erdflöhe, gegen die es in der biologischen Landwirtschaft kein Mittel gibt, hatten sich darüber her gemacht.

Kellers Keimsaaten sind absolut rückstandsfrei, werden gereinigt und mindestens sechs Wochen lang mit Kaltluft getrocknet, erneut gereinigt, zweimal. So kann Keller 100% keimfähige Saaten garantieren, ohne Blindgänger oder gar Schimmel: sie "gehen ab wie die Post".

Seit dreitausend Jahren macht man sich in China die Keimlinge von Saaten zu Nutze. In der Küche und als Heilmittel. Denn Sprossen, so der Bio-Landwirt, stellen "das hochwertigste Grünfutter" dar, das es für den menschlichen Verzehr gibt, kein anderes Nahrungsmittel ist so reich an wertvollen Aminosäuren, die der Organismus leicht aufnehmen kann. Man isst sie selbstverständlich roh, am einfachsten auf einem Butterbrot. Zum Beispiel bei einem Picknick an Kellers Flachsfeldern mit ihren wunderbar blauen Blüten. Da Keller, neben Mohn (seit dem vergangenen Jahr eine opiumfreie Sorte), Weizen, Roggen, Nackthafer und Dinkel anbaut und Bäcker beliefert, ist auch Brot aus seinem Bio-Getreide zu haben. Jürgen Fuhr in Bad Schwalbach backt fünf Sorten davon (Bäckerei Weller, Tel.: 06124-2235). Aber auch bei der Verfeinerung von Suppen oder im Salat tun sich Sprossen hervor. Wie beim Feldsalat mit Kressesprossen.

Bioland-Hof

Wolfgang Keller

Bahnhofstr. 4 (zwischen ALDI und Tengelmann)

65307 Bad Schwalbach

Telefon: 06124-12495 (auch Fax)

Bitte vorher anrufen

von Waldemar Thomas

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