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Frankfurter Weihnachtsmarkt soll 2020 stattfinden

14.09.2020 | 15:09 Uhr | Stadtgeflüster
Frankfurter Weihnachtsmarkt soll 2020 stattfinden

Die spätsommerlichen Temperaturen kratzen noch einmal an der 30 Grad Marke, gleichzeitig kämpft nicht nur Hessen mit immer weiter steigenden Corona-Infektionen. Beides sind nicht unbedingt Gründe, um jetzt an den Frankfurter Weihnachtsmarkt zu denken, der eigentlich in rund zwei Monaten starten sollte. Doch natürlich wird hinter den Kulissen schon lange die Frage diskutiert: Kann der beliebte Weihnachtsmarkt in diesem Jahr überhaupt stattfinden – und wenn ja, in welcher Form? Für TCF-Geschäftsführer Thomas Feda gibt es da eine ganz klare Antwort: Stattfinden soll er – wenn es die Infektionszahlen zulassen – auf jeden Fall. Es gibt aber noch einige Fragen zu klären. So würden unter anderem zusätzliche Flächen für eine Entzerrung benötigt. Denn Gedrängel durch enge Gänge entlang der Buden darf es in diesem Jahr natürlich nicht geben. 

Klar ist, in seiner klassischen Form wird der Weihnachtsmarkt nicht stattfinden. Aber es soll eine den nötigen Hygiene- und Abstandsregelungen entsprechende Alternative geben, die ungewöhnlich, aber dennoch stimmungsvoll sein wird. Der Weihnachtsmarkt war nicht das einzige, aber eines der zentralen Themen, das bei einem Treffen von Oberbürgermeister Peter Feldmann mit Vertretern von Handel, Gastronomie und anderen Wirtschaftszweigen, sowie der Wirtschaftsförderung, Tourismus+Congress GmbH (TCF) sowie zahlreichen Ämtern und Dezernaten diskutiert wurden. Denn schließlich ist er auch für Gastronomie und Tourismus der Stadt enorm wichtig. Bei dem Treffen ging es aber auch generell um mögliche Vorhaben, die entweder alleine durch die Stadt oder gemeinsam umgesetzt werden können. „Wir werden alle Vorschläge intensiv auf ihre Machbarkeit prüfen“, versprach das Stadtoberhaupt und sicherte zu, diese in den Magistrat weiterzutragen. 

„Wir wissen, dass Einzelhandel und Gastronomie schwere Zeiten hinter und vor sich haben. Die Stadt will sie nicht alleine lassen.“ Die Ideen-Liste, wie Frankfurt der Wirtschaft unter die Arme greifen kann, ist lang – und die Bereitschaft zu helfen groß. 

Stadtrat Klaus Oesterling kündigte an, die aktuell geltenden Sonderregelungen für die Erweiterung der Außengastronomie bis zum 30. April 2021 zu verlängern, so dass weiterhin großflächig bestuhlt werden kann. Mit Blick auf die kalte Jahreszeit sicherte Oberbürgermeister Feldmann zu, mit seinen Kolleginnen und Kollegen im Magistrat darüber zu sprechen, Regen- und Kälteschutz für Gäste im Freien zu ermöglichen. So sollen etwa Heizpilze, die eigentlich aus Gründen des Umweltschutzes verboten werden sollten, auch weiterhin erlaubt sein werden. 

Neben vielen Ideen, die umgesetzt werden können, gibt es aber auch noch viele Hürden zu überwinden, denn: „Manches ist durch übergeordnetes Recht wie die Hessische Bauordnung geregelt. Hier werden wir wahrscheinlich dickere Bretter zu bohren haben“, erklärte Feldmann. Er fügte hinzu: „Ich fordere von allen Verantwortlichen in der Stadtverwaltung und Landesregierung, dass Pragmatismus und Lösungsorientierung die Richtschnur ihres Handelns sind!“ 

Auch für das Hotelgewerbe gibt es Ideen! Freie Kapazitäten sollen den Frankfurtern angeboten werden – damit die ihre Stadt aus einem anderen Blickwinkel neu erleben. Die Aktion „Gast in der eigenen Stadt“, die sich seit Jahren bewährt hat, soll hierzu in diesem Winter ausgeweitet werden. 

Feldmann dazu: „Mich persönlich beeindruckt die kreative Bandbreite der Ideen. Wir sollten schnellstmöglich prüfen, was machbar ist und dann die Umsetzung vorbereiten. Denn Corona wird uns leider noch etwas begleiten. Daher müssen wir Handel und Gastronomie gemeinsam stärken“, sagte das Stadtoberhaupt.

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