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Kleine Sensation im Frankfurter Zoo: Nachwuchs bei den Fingertieren

28.11.2021 | 17:31 Uhr | Stadtgeflüster
Kleine Sensation im Frankfurter Zoo: Nachwuchs bei den Fingertieren

Über diesen Nachwuchs freut sich der Frankfurter Zoo ganz besonders: Am 26. Oktober wurde im Grzimekhaus ein Fingertier geboren. Da es sich bei diesen Tieren um eine hochbedrohte Primatenart handelt, ist jeder Fingertier-Nachwuchs ganz besonders wertvoll für deren Erhalt. Di auch Aye-Aye genannten Fingertiere sehen aus wie Fabelwesen mit ihren markanten Augen, dem buschigen Schwanz und dem dünnen Mittelfinger mit der langen Kralle, der ihnen als Werkzeug bei der Futtersuche dient. Über den seltenen Nachwuchs freut sich der Frankfurter Zoo ganz besonders: „Eine Fingertier-Geburt ist immer eine Sensation“, so Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig, „die nachtaktiven Tiere werden in Zoos nur selten gehalten. Wir Frankfurter können stolz auf unser Nachttierhaus sein, denn 2010 kam hier erstmals in Deutschland überhaupt ein Aye-Aye zur Welt.“

Die stolze Mutter ist KINTANA, die 2005 im Zoo von Bristol in England geboren wurde und seit 2007 in Frankfurt lebt. Kitana ist eine erfahrene Mutter: „Aye-Ayes haben eine ausgesprochen geringe Fortpflanzungsrate. Nach einer Tragzeit von gut fünf Monaten bringt ein Fingertier-Weibchen stets nur ein Junges zur Welt. Die Geburtsintervalle betragen bei ihnen zwei Jahre. Umso wichtiger ist es, dass sich der Nachwuchs gut entwickelt. Um das zu überprüfen, wird das Jungtier regelmäßig gewogen. Daher wissen wir auch, dass es sich um ein Männchen handelt“, erklärt Zoo-Kurator Dr. Johannes Köhler.

Im Frankfurter Zoo leben zurzeit vier Fingertiere: KINTANA und ihr jüngster Nachwuchs, ihr Sohn KIMALA, geboren 2011, und VINNY, geboren ebenfalls 2011 im San Francisco Zoological Gardens. KINTANAS Jungtier hält sich noch in seiner Kinderstube, der Wurfbox, auf und es wird noch eine Weile dauern, bis es beginnt, die Anlage zu erkunden.

Fingertiere gehören zu den Lemuren. Die Art kommt ausschließlich auf Madagaskar vor und gilt laut Roter Liste aufgrund von Lebensraumverlust als „stark gefährdet“. Die massive Waldzerstörung sowie eine extreme Dürre im Süden der Insel bedrohen aber nicht nur die Aye-Ayes, sondern die einzigartige Biodiversität Madagaskars insgesamt und damit auch die Lebensgrundlage der Bewohnerinnen und Bewohner.

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