Manche Foodtrends wirken, als seien sie weniger aus der Küche als aus den sozialen Medien heraus entstanden. Das sogenannte Push-up-Sushi gehört eindeutig in diese Kategorie und ist nun auch in Frankfurt angekommen.
Nahe der Hauptwache bietet das Restaurant Takahumi Sushi die ungewöhnliche Variante an. Anders als bei klassischem Maki wird die Rolle nicht in einzelne Stücke geschnitten und angerichtet, sondern als Ganzes in einem zylinderförmigen Behälter serviert. Mit einem Stab lässt sich das Sushi Stück für Stück nach oben schieben. Das Prinzip erinnert dabei eher an das Eis "Ed von Schleck" aus der Kindheit als an traditionelle japanische Esskultur.
Die Sojasoße wird direkt darübergeträufelt, die Rolle ist bereits leicht vorgeschnitten und kann ohne Besteck gegessen werden. Das wirkt zunächst wie ein Gimmick, hat aber einen gewissen praktischen Vorteil: Für unterwegs ist das Format tatsächlich handlicher als die klassische Sushi-Box.
Bekannt wurde das Konzept in New York, wo entsprechende Läden zeitweise lange Warteschlangen verzeichneten. Entscheidend ist dabei weniger das Produkt selbst als die Präsentation. Push-up-Sushi ist visuell auffällig, schnell erklärt und vor allem gut teilbar in kurzen Videos.
Ob sich der Trend langfristig durchsetzt, bleibt offen. Klar ist aber: Push-up-Sushi bringt frischen Wind in die Szene und zeigt, wie kreativ moderne Gastronomie inzwischen gedacht wird.












