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Frankfurt Wiederentdeckt – DVD erlaubt Reise durch die Stadtgeschichte

12.01.2018 | 08:22 Uhr | Stadtgefluester
Frankfurt Wiederentdeckt – DVD erlaubt Reise durch die Stadtgeschichte
Frankfurt Wiederentdeckt – DVD erlaubt Reise durch die Stadtgeschichte

Frankfurter Stadtgeschichte ist ja eigentlich immer ein spannendes Thema, doch durch den Bau und die baldige Fertigstellung des neuen DomRömer Areals ist das Interesse an Einblicken in das alte Frankfurt noch einmal deutlich angestiegen. Da kommt die neue DVD der Reihe „Wiederentdeckt“ doch genau richtig. In Kooperation mit dem Institution für Stadtgeschichte hat die filmwerte GmbH eine Reihe historischer Filmschätze von 1909 bis 1959 zusammengestellt.

Die 2008 mit „Potsdam Wiederentdeckt“ begonnene DVD-Serie ist darum bemüht, vielschichtige Sichtweisen auf die porträtierten Städte und ihre Bewohner im Wandel der Zeit zu zeigen. Den Zuschauern soll es anhand der historischen Filmbeiträge und Zeitzeugenberichte ermöglicht werden, einen etwas anderen Blick auf die eigene Stadt zu bekommen. Nach Potsdam, Leipzig, Lübeck, München oder auch Nürnberg wird nun also auch Frankfurt „Wiederentdeckt“. Die DVD bietet rund 90 Minuten lang verschiedene Filmbeiträge, beginnend mit Bildern der Überschwemmung von 1909. Es folgt ein herrlicher Beitrag aus der Reihe „neues Bauen in Frankfurt“, in dem erst einmal die Nachteile herkömmlicher Küchen vorgeführt werden, bevor die Vorteile der von der Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky entworfenen Frankfurter Küche präsentiert werden. Aus der gleichen Reihe stammt der Beitrag über die „Frankfurter Kleinstwohnung“ aus dem Jahr 1928, in dem gezeigt wird, dass auch auf kleinstem Raum großes Familienglück möglich ist.

Absolut sehenswert ist der 15minütige Film „Frankfurt am Main, die Stadt von Gestern und Heute“. Sehenswert ist der Beitrag nicht nur wegen der Aufnahmen, die zeigen, wie sich etwa das Areal um die SCHIRN oder am Eschenheimer Turm im Laufe der Jahrzehnte verändert hat, sondern weil das Konzept der Stadt zwischen Tradition und Moderne auch heute noch gepflegt wird. Der Ufa-Kulturfilm „Besuch in Frankfurt am Main“ von 1936 zeigt dann auch, dass die Frankfurter schon vor über 70 Jahren ihren ganz eigenen Charme und ihren speziellen Humor hatten.

Absolut sehenswert, wenngleich auch mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend, ist der von Touristen gefilmte Rundblick vom Domturm aus dem Jahr 1948, der die in Trümmern liegende Altstadt zeigt. Diese Aufnahmen lassen erkennen, was hier beim Wiederaufbau geleistet wurde, der schon wenige Jahre später, wie in „Unser Frankfurt heute“ von 1954 ersichtlich, weite Teile der Stadt in neuem Glanz erstrahlen ließ. Dieser Film ist in vielerlei Hinsicht äußerst sehenswert. Zum einen zeigt er die Diskrepanz einer modernen Stadt in Aufbruchstimmung und einer noch immer von den Folgen des Krieges gezeichneten Stadt. Zum anderen werden hier Probleme wie überfüllte Klassenzimmer und Lehrermangel thematisiert, mit denen unsere Gesellschaft auch heute wieder zu kämpfen hat.

Amüsant ist aber, wenn hier die Vorteile von Kinderkrippen und Kindergärten angepriesen werden. Da kann „Mutti unbesorgt sein, es ist fast so schön wie Zuhause.“ Dann wird eine Gruppe Kindern auf dem Töpfchen gezeigt, unterlegt mit dem Kommentar: „Wenn es um die Zukunft der Kleinen geht, gibt es auch im Rathaus immer eine friedliche Sitzung.“ Aus heutiger Sicht auch amüsant zu sehen, dass der Römerberg damals noch als Parkplatz diente.

Abschließend dürfen die Zuschauer noch im Jahr 1959 die Stadt gemeinsam mit Kunststudentin Ursula erkunden. Der Werbefilm begleitet das Mädchen 20 Minuten lang durch ihren Alltag, beim ersten Besuch im Zoo, bei ihrem Einzug in ihre Studentenwohnung und dann später bei ihrem Job als Reiseleiterin.

Die hier versammelten Filmbeiträge sind wirklich historische Filmschätze. Interessant, charmant, aber auch humorvoll kann man sich hier als Zuschauer auf eine Zeitreise voller Überraschungen begeben. Überraschend ist etwa, dass es tatsächlich noch Ecken gibt, die sich kaum oder gar nicht verändert haben, während andere Orte fast nicht mehr wiederzuerkennen sind. Die Hauptwache etwa, wo einst noch Straßenbahnen entlang fuhren, das Areal um den Hauptbahnhof, was beinahe schon prunkvoll wirkte oder das prächtige Schauspielhaus, das es schon lange nicht mehr gibt – diese und viele andere, zum Teil bislang unveröffentlichte Aufnahmen – sorgen dafür, dass es wirklich aufregend ist, das alte Frankfurt auf diese Art wiederzuentdecken.

Die DVD könnt Ihr über www.historische-filmschaetze.de beziehen oder in zahlreichen Buchhandlungen der Stadt erwerben. Es lohnt sich!

 

 

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