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Weltweit erstes Romantik-Museum eröffnet in Frankfurt

09.09.2021 | 07:49 Uhr | Kultur
Weltweit erstes Romantik-Museum eröffnet in Frankfurt

Am 14. September ist es endlich soweit: Dann wird direkt neben dem Goethehaus das Deutsche Romantik-Museum eröffnen. Es ist weltweit das erste Haus, das sich der Epoche der deutschsprachigen Romantik als Ganzes widmet. Die Entstehungsgeschichte des Museums zieht sich über mehrere Jahre hinweg, die das Team des Freien Deutschen Hochstifts an der Realisierung dieses Projekts gearbeitet hat. Doch der Aufwand und das Warten haben sich gelohnt. Keine Frage: Die ohnehin schon vielfältige, hochwertige Museumslandschaft Frankfurts ist nunmehr um ein echtes Highlight reicher. In wenigen Tagen können sich alle interessierten Liebhaber der Romantik davon selbst überzeugen.

Was erwartet Euch in dem Museum? Neben der Goethe-Galerie mit seinen zahlreichen Gemälden gibt es auf zwei Stockwerken in 35 Stationen einzigartige Originale der Romantik mit innovativen Ausstellungsformen zu entdecken, die diese Zeit als Schlüsselepoche erfahrbar machen. Dabei schafft das Museum gekonnt den Spagat zwischen Vergangenheit und Moderne, indem neben faszinierenden Ausstellungsgegenständen auch zahlreiche multimediale, interaktive Medienexponate, die zur Begegnung mit den Originalen auf der virtuellen Vermittlungsebenen einladen, zu erleben sind. Eine besondere Stellung nimmt natürlich auch das benachbarte Goethe-Haus ein.

Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstift hebt hervor: „Bei allen Unwägbarkeiten, die so ein großes Vorhaben mit sich bringt, war es ein großes Glück, an der Realisierung des Deutschen Romantik-Museums arbeiten zu dürfen. Es ist das Werk von zahlreichen Menschen, die auf sehr unterschiedliche Weise gemeinsam an diesem Projekt gearbeitet haben. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die uns auf dem Weg von der ersten Idee bis zur Eröffnung begleitet haben. Wir freuen uns, nun endlich nach zehn Jahren intensiver Arbeit das Museum der Öffentlichkeit übergeben zu dürfen.“

Die drei neuen Fassaden des Deutschen Romantik-Museums bilden mit der Fassade des historischen Goethe-Hauses eine Einheit. Das neue Haus wurde von MÄCKLER ARCHITEKTEN auf dem architektonischen Fußabdruck von Michael A. Landes errichtet. Die Ausstellungsfläche von rund 1.200 Quadratmetern erstreckt sich über drei Stockwerke. Weitere 400 Quadratmeter stehen für Wechselausstellungen zur Verfügung. Das Haus hat zudem rund 100 Quadratmeter für die Räume der Vermittlungsarbeit sowie einen großzügigen Eingangsbereich mit Kasse, Funktionsräumen und Museumsladen zu bieten. Das Foyer ist zugleich der Eingangsbereich für das benachbarte Goethe-Haus.

AUSTELLUNGSKONZEPTION & -UMSETZUNG

Das ganz besondere Ausstellungskonzept wurde von einem Kuratorenteam des Freien Deutschen Hochstifts (Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Dr. Mareike Hennig, Dr. Konrad Heumann, Prof. Dr. Wolfgang Bunzel, Dr. Joachim Seng) und der Musikwissenschaftlerin Dr. Ulrike Kienzle in enger Zusammenarbeit mit Petra Eichler und Susanne Kessler (Sounds of Silence), die für die künstlerische Leitung der Romantik-Dauerausstellung verantwortlich zeichnen, entwickelt. Die Gestalterinnen von Sounds of Silence haben in der Romantik-Ausstellung einen intensiven atmosphärischen Raum geschaffen. Ihre Inszenierung ermöglicht es den Besucherinnen und Besucher, direkt in die Geschichte der ausgestellten Objekte einzutauchen und nach deren Bedeutung für die Gegenwart zu fragen. Mit Liebe zum Detail ist jede Station künstlerisch individuell gestaltet, an deren Umsetzung unterschiedliche Künstler und Künstlerinnen mitgewirkt haben. Das Herzstück der museographischen Inszenierung sind die eigens für das Deutsche Romantik-Museum entwickelten Exponatmöbel, die das Ausstellen der kostbaren Originale ermöglichen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Gestaltung des Museums war das Lichtkonzept. Dieses wurde von den Lichtgestaltern atelier deLuxe kreiert und umgesetzt. Im Zentrum stand dabei die Aufgabe, die empfindlichen Manuskripte des Museums kunstvoll mit der geringstmöglichen Helligkeit zu beleuchten (35 bis 50 Lux) und diese doch für die Besucherinnen und Besucher als leuchtende und gut lesbare Exponate erscheinen zu lassen. Dies gelang mit einer Sonderentwicklung, bei der Miniaturleuchten in den Vitrinen unsichtbar für den Betrachtenden angebracht wurden.

Die Tonspur des Museums entstand in Kooperation mit dem Radiosender hr2-kultur. Schauspielerinnen und Schauspiel wie Ulrich Noethen, Mechthild Großmann, Michael Quast, Constanze Becker oder Christoph Pütthoff wirkten daran mit. Ihre Stimmen sind als „Raumton“, „Klangdusche“ oder über Kopfhörer im Museum zu hören – mit Briefen, Gedichten, naturwissenschaftlichen Forschungen, Märchen und persönlichen Zeugnissen aus der deutschen Romantik. Neben den Sprachaufnahmen und dem Sounddesign entstanden im Hessischen Rundfunk auch die Aufnahmen für den fast vierstündigen neuen Mediaguide durch den gesamten Ausstellungskomplex.

Keine Frage: In dem neuen Museum gibt es jede Menge zu entdecken und die Epoche der Romantik ganz neu zu erleben. Ab dem 14.09. könnt Ihr Euch selbst ein Bild davon machen.

Öffnungszeiten ab 14. September 2021

Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag 10 – 18 Uhr

Donnerstag 10 – 21 Uhr Montag geschlossen

Eintrittspreise

Regulär 10 €

Ermäßigt 3 € (Menschen mit Behinderung ab 50 GdB, Arbeitslose, Wehr- & Freiwilligendienstleistende, Inhaber des Frankfurt Pass)

Studierende / Auszubildende 5 €

Schülerinnen / Schüler 2,50 €

Kulturpass 1 €

Gruppen (ab 11 Personen) 7 € pro Person

Gruppen (ab 20 Personen) 6 € pro Person

Familien 15 € (max. 2 Erwachsene + Kinder bis einschließlich 18 Jahre)

Kinder bis 6 Jahre frei

Für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts ist der Eintritt in die Ausstellungsbereiche kostenfrei.

Mehr Infos gibt es unter: https://deutsches-romantik-museum.de

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